Schwerpunkt "Konversion"

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist ungebrochen. Bereits 2016 hat das nordrhein-westfälische Bauministerium berechnet, dass es bis 2020 rd. 400.000 neue Wohnungen in NRW braucht. Zuletzt wurden statt 80.000 Wohnungen jedoch nur 47.000 fertiggestellt. Ursächlich für die langen Planungs- und Bauphasen ist aber weniger mangelndes Kapital, Bauland wird mehr und mehr zum Flaschenhals. Zeit, sich um die Flächen und Gebäude zu kümmern, um die man bisher eher einen Bogen gemacht hat: Konversionen.

Je nach Größe und vorheriger Nutzung ergeben sich Herausforderungen für die einzelnen Liegenschaften. Kirchengrundstücke liegen oft zentral im Quartier und sind gut integriert, Kasernen oder Gewerbeflächenliegen eher in nicht integrierten Lagen und stehen regelmäßig unter Altlastenverdacht, dafür sind die Flächen großzügiger. Bürogebäude oder Schulen verfügen oft über eine ungünstige Raumaufteilung oder Haustechnik. Aber die Wiederbelebung brachgefallener Flächen und Gebäude kann einen wichtigen Beitrag zur Stadt- und Quartiersentwicklung leisten.