Forschungsprojekt GrenzGänger Niederlande-NRW

Der Europäischen Tisch thematisierte in seiner Herbstsitzung 2015, dass die niederländische Wohnungsbaugesellschaften in den kommenden Jahren ihre Anzahl an Vollzeit-Arbeitskräften um 20 bis 30 Prozent reduzieren müssen. Ursächlich hierfür sind die Bestrebungen der niederländischen Regierung das Aufgabenfeld der Wohnungsbaugesellschaften auf den Aufbau und die Verwaltung von Sozialwohnungen zu beschränken. In diesem Zusammenhang wurde darüber diskutiert, inwieweit diese fachspezifischen Potentiale im Wege einer grenzüberschreitenden Arbeitnehmervermittlung auch Wohnungsunternehmen in NRW zugängig gemacht werden können. Dies ist besonders von Interesse, da die Wohnungswirtschaft im Westen in den kommenden Jahren einen Fachkräftemangel erwartet.

Infolgedessen planen FLOW und der VdW ein gemeinsames Forschungsvorhaben durchzuführen. Ziel der Untersuchung "GrenzGänger Niederlande <--> NRW: Transnationaler Austausch von Fachkräften der Wohnungswirtschaft" ist, die Potenziale und Umsetzungsmöglichkeiten einer grenzüberschreitenden Arbeitnehmervermittlung von Fachkräften aus den Niederlanden hin zu Wohnungsuntrnehmen in NRW zu analysieren. Gegenstand weiterer Analysen ist die Frage des konkreten Matchings zwischen niederländischen Fachkräfteüberschuss und drohenden Fachkräftemangel auf nordrhein-westfälischer Seite. Es gilt zu prüfen, inwiefern auf Ebene konkreter fachlicher Kompetenzen eine grenzüberschreitende Arbeitnehmervermittlung möglich und sinnvoll ist. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche begleitenden fachlichen sowie organisatorischen Maßnahmen notwendig wären, um einen solchen Prozess erfolgreich gestalten zu können.

Das Projekt GrenzGänger Niederlande <--> NRW: Transnationaler Austausch von Fachkräften der Wohnungswirtschaft wird im Rahmen des INTERREG V A Programms Deutschland-Nederland ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) mitfinanziert.