Mehr Mittel für Sozialwohnungsbau: Bund sollte Nordrhein-Westfalen angemessen unterstützen

Die Wohnungswirtschaft im Westen begrüßt die Entscheidung des Landeskabinetts, das Volumen der Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen in 2016 und 2017 von 800 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro zu erhöhen. „Es wäre richtig und sehr hilfreich, wenn der Bund nun seine komplementären Mittel ebenfalls erhöhen würde“, so Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen.

Die guten Bedingungen der Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen haben bereits dazu geführt, dass wieder mehr gebaut wird: Die ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen und –genossenschaften werden nach jetzigen Berechnungen ihre Neubauinvestitionen in 2016 um voraussichtlich 36 Prozent erhöhen und insgesamt deutlich über 2 Milliarden Euro in Instandhaltung und Neubau investieren.

„Die Landesregierung geht damit einen wichtigen Schritt, denn mehr sozialer Wohnungsbau ist dringend notwendig“, so Alexander Rychter. „Nun aber müsste der Bund nachziehen und weitere Mittel bereitstellen, da gerade die für die Attraktivität der Förderung so wichtigen Tilgungsnachlässe aus Bundesmitteln gespeist werden.“

Nach Schätzungen des NRW-Bauministeriums und der NRW.Bank müssten bis 2020 insgesamt 400.000 neue Wohnungen in Nordrhein-Westfalen entstehen, davon der Löwenanteil bevorzugt im preisgünstigen Segment. „Dies kann gelingen, aber es ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, so Alexander Rychter. „Damit wir erfolgreich sind, wäre es gut, wenn auch der Bund weiter dabei hilft, günstige Bedingungen für mehr Wohnungsbau zu schaffen.“