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VM 09/2022: Wohnungswirtschaft und Mieterschaft in der Klemme – Heizkosten-Hammer lässt Wohnkostenbelastung steigen

Mit welchen Maßnahmen können Wohnungswirtschaft und Mieterschaft kurzfristig für effektive Einsparungen sorgen? Welche Heizsysteme versprechen eine langfristige Lösung für Wohnungswirtschaft und Mieterschaft?

Infolge des Ukraine-Kriegs bleibt die Energieversorgungslage in Deutschland weiterhin angespannt: Seit Anfang des Jahres sind die Gas- und Energiepreise immer weiter gestiegen und die Debatte ums Sparen beim Heizen hat in den Sommermonaten an Fahrt aufgenommen. Noch bevor die Heizperiode in den kalten Wintermonaten überhaupt begonnen hat.

Die Politik ist alarmiert und sieht die Gefahr, dass bei einem akuten Gasmangel sowohl Industriebetriebe als auch Privathaushalte vor einem kalten Winter stehen werden. Die Bundesregierung hat deshalb ein drittes Entlastungspaket auf den Weg gebracht.

Klar ist: Deutschlands Abhängigkeit von russischem Erdgas muss in jedem Fall kurzfristig sinken und langfristig steht nichts Geringeres als die vollständige Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern auf dem Plan. Das ist für Mieterinnen und Mieter, Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, aber auch das ganze Land und die Europäische Union eine der größten Herausforderungen überhaupt.

Die im VdW Rheinland Westfalen organisierten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften stehen sowohl kurz- als auch langfristig vor großen Herausforderungen: Aus kurzfristiger Perspektive sind schnelle und effektive Energieeinsparungen notwendig, um gemeinsam mit Mieterinnen und Mietern einen Beitrag zu den Einsparzielen der Bundesregierung zu leisten und den gesamtgesellschaftlichen Energieverbrauch zu senken. Die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen setzen dabei an mehreren Stellen an und haben gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW und dem EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungswirtschaft eine umfangreiche Informationskampagne ins Leben gerufen.

Nur gemeinsam und kooperativ kann diese einschneidende Krisensituation bewältigt werden, langfristig braucht es hingegen sowohl technische Innovationen als auch angemessene Rahmenbedingungen, um das Wohnen bezahlbar, klimaneutral und zukunftsfähig zu gestalten. Welche Schritte derzeit nötig sind und wie der langfristige Pfad zur Klimaneutralität aussehen kann, steht im Schwerpunkt der Septemberausgabe des VerbandsMagazins.

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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