VerbandsMagazin

VM 03/2021: Auf diesen Boden kann man bauen - Aktive Bodenpolitik für mehr bezahlbaren Wohnraum

Ohne bezahlbaren Boden kann kein bezahlbarer Wohnraum entstehen. Die Entwicklung von neuen lebendigen Nachbarschaften, in denen die Mieterinnen und Mieter sich gegenseitig unterstützen, nachhaltige Mobilitätsformen gefördert werden und gleichzeitig der Wohnraum auch für einkommensschwächere Haushalte erschwinglich bleibt, sind wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Stadtentwicklung, die die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen bereits in vielen Kommunen leisten. Doch all dies erfordert die Bereitstellung und Verfügbarkeit von günstigem Bauland.

Beim Wohngipfel zieht die Bundesregierung nun ihre eigene wohnungspolitische Bilanz, doch die großen Reformen bei der Baulandpolitik blieben bis jetzt aus. Eine Einigung zum kontrovers diskutierten Baulandmobilisierungsgesetz gibt es bis heute nicht. Dabei ist seit Jahrzehnten bekannt, dass die
Erleichterungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine preisliche Steuerung des Bodenmarktes notwendig sind, um einen gemeinwohlorientierten Wohnungsbau zu ermöglichen.

In diesem Heft werden gute Beispiele für aktives bodenpolitisches Handeln aufgezeigt, die auch weitere Akteure motivieren sollen. Boden ist ein begrenztes Gut, dies führt zu Knappheit – sowohl in den Ballungszentren als auch in ländlicheren Regionen. Genau deswegen ist es wichtig, durch bodenpolitisches Handeln eine gemeinwohlorientierte und bezahlbare Wohnraumentwicklung voranzutreiben und somit den Boden gezielt zu nutzen und zu schützen.

 

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
mehr