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VdW-Wohnungsmarktbarometer 2020 untersucht Wohnungsmärkte in 12 großen Städten in NRW

Wie stellt sich die Mietendynamik in Nordrhein-Westfalen dar? Im VdW-Wohnungsmarktbarometer 2020 wurde die Entwicklung des Wohnungsangebotes und der Wohnungsnachfrage, mit besonderem Fokus auf die Angebotsmieten, in ausgewählten Städten Nordrhein-Westfalens untersucht.

In den vergangenen Jahren ist es in Deutschland und in NRW zu einer verstärkten Polarisierung der räumlichen Wohnungsmärkte gekommen. Durch anhaltende und auf urbane Zentren ausgerichtete Wanderungsbewegungen und andere demografische Veränderungen besteht vielerorts ein erheblicher Wohnungsmangel (insbesondere in sog. „bezahlbaren“ Segmenten). Hinzu kommt ein vielerorts alternder und in Teilen nicht mehr zeitgemäßer Wohnungsbestand, so dass es insbesondere bei niedriger Bautätigkeit auch in solchen Städten und Regionen (z. B. im Ruhrgebiet) zu Engpässen kommt, die nicht so stark von den erheblichen Wachstumsschüben profitieren können, wie die stark wachsenden Metropolen, z.B. am Rhein.

Diese Veränderungen führen auf Bundes- und Landesebene und in den Kommunen zu heftigen Diskussionen über (aktuelle und zukünftige) wohnungspolitische Maßnahmen. Die ehemals gemeinnützige Wohnungswirtschaft beteiligt sich – unabhängig von der Spartenzugehörigkeit der Unternehmen und oft gemeinsam mit anderen Akteuren – engagiert an der Lösung der Probleme, etwa indem der Neubau oder die Neuschaffung von Wohnungen im Bestand forciert werden und  „bezahlbares Wohnen“ geboten wird. Allerdings sehen sich die Unternehmen selbst, aber auch der Verband und seine regionalen Arbeitsgemeinschaften regelmäßig mit unterschiedlichsten Daten und Analysen konfrontiert und müssen innerhalb der o. g. Diskussionen Stellung beziehen. Dabei fällt die Unzuverlässigkeit verfügbarer Datensätze auf. So bilden beispielsweise gängige Marktdatenauswertungen häufig nur einen Teil der vorhandenen Angebote ab, da auch viele bestandshaltenden Unternehmen nicht (alle) ihre Wohnungen einstellen.

Um dem zu begegnen, werden in der vorliegenden Zusammenstellung auf der Ebene der zwölf bevölkerungsstärksten Wohnungsmarktregionen in NRW nicht nur Marktdaten betrachtet (siehe Kapitel 2), sondern diese eigens erhobenen Daten der Verbandsunternehmen gegenübergestellt (siehe Kapitel 3). Die VdW-Arbeitsgemeinschaften in Dortmund und Köln („köln ag“) hatten bereits vorab eigene Befragungen ihrer Mitgliedsunternehmen für ein eigenes Wohnbarometer durchgeführt. Diese Informationen wurden freundlicherweise von den beiden Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung gestellt und konnten somit in die Analysen einfließen. Insgesamt konnten somit die Informationen von 80 von 125 Verbandsunternehmen aus den untersuchten Fokusräumen einbezogen und eine gute Rücklaufquote erreicht werden. Die Aussagekraft der Resultate ist somit gewährleistet.

Das VdW-Wohnungsbarometer soll den Verband, die regionalen Arbeitskreise und die einzelnen Mitglieder mit Daten und Auswertungen versorgen, bei denen die eigene Leistung bzw. Leistungsfähigkeit in Bezug auf die aktuellen Themen am Wohnungsmarkt erkennbar ist. Dies dient sowohl der eigenen Einschätzung als auch der Öffentlichkeitsarbeit von Verband, Arbeitskreisen und Unternehmen. Die vorliegende Studie verfolgte insofern folgende Ziele:

  • Klare Positionierung des VdW Rheinland-Westfalen, der regionalen Arbeitsgemeinschaften sowie der Mitgliedsunternehmen im Marktgeschehen,
  • Unabhängigkeit von der Darstellung in Marktberichten und Analysen anderer Akteure,
  • Möglichkeit für Arbeitsgemeinschaften und Unternehmen, sich selbst „einzuordnen“,
  • Gewinnung belastbarer Ergebnisse durch die Einbeziehung eigener Daten aus den Unternehmen,
  • Nutzen für Strategie- und Öffentlichkeitsarbeit beim Verband und den Unternehmen.

Das vollständige VdW-Wohnungsmarktbarometer 2020 finden Sie hier zum Download.

Oliver Niermann
Oliver Niermann
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Wohnungs- und Städtebauförderung, Landesplanung und Raumordnung
Tel.: 0211 16998-38
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