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VdW-Verbandstag 2022 – Bezahlbares Bauen und Wohnen in Bund und Ländern in Zeiten der Energiekrise

Hohe Gas- und Strompreise, Mieterinnen und Mieter, die sich um ihre Heizkosten sorgen, Preissprünge bei Baukosten, Inflation, Zinswende – die sozial orientierte Wohnungswirtschaft befindet sich im Jahr 2022 im Krisenmodus.

Zeitgleich zum VdW-Verbandstag kam Bewegung in die kontrovers geführten Debatten rund um Gaspreisdeckel, Strompreisbremse, Wohngeldreform - derzeit werden diese Instrumente zur Abfederung der Energiekrise auf den Weg gebracht.

Auf dem jährlichen Kongress der VdW-Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften tauschte sich die sozial orientierte Wohnungswirtschaft u.a. mit NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur und Daniel Sieveke, Staatssekretär im NRW-Bauministerium, aus. Anna Katharina Boelling, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirkes Detmold, betonte aus kommunaler Sicht den hohen Stellenwert der Verfügbarkeit von bezahlbaren und klimagerechten Wohnungen.

Auch die Perspektive der Bundespolitik kam auf dem VdW-Verbandstag zu Wort: Dazu sahen die Teilnehmenden ein Video-Gespräch zwischen VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Cansel Kiziltepe, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, die erklärte, dass bei künftigen Entlastungen die Mieterinnen und Mieter, aber auch die sozial orientierten Wohnungsunternehmen und -genossenschaften im Blick der Bundespolitik seien.
Neben verlässlichen Bedingungen der Wohnraumförderung des Bundes wäre die effektive Entlastung von Mieterinnen und Mietern, aber auch von Wohnungsunternehmen und -genossenschaften ein wichtiger Impuls. Die gehen nämlich bei Energieversorgern oft in Vorleistung. Fallen die Abschlagszahlungen aus, drohen Liquiditätsengpässe.

Wie geht es in der Energiekrise weiter?

Dazu hielt der Umweltökonom Prof. Dr. Andreas Loeschel (Ruhr-Universität Bochum) eine spannende Keynote. Er erwartet erst für 2023/2024 Entspannung bei den Gaspreisen – bei voraussichtlich steigenden Strompreisen. Die Lösung aus seiner Sicht: Dringend mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien.

Das NRW-Wirtschaftsministerium hat dazu die Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate gegründet. Diese will auch Wohnungsunternehmen und -genossenschaften bei der Energiewende im Wohnen und Bauen strukturell unterstützen, erklärte Samir Khayat, Geschäftsführer von NRW.Energy4Climate in der Podiumsdiskussion mit (u.a.) Daniel Föst, wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, und wohnungswirtschaftlichen Vertretern.

Riesige Herausforderungen in einer krisengeprägten Zeit - gut, dass im VdW-Verbandsrat Kontinuität herrscht. Am zweiten Tag des Verbandstages wurde dieser für die nächsten vier Jahre gewählt, herzlichen Glückwunsch! Gemeinsam verfolgen die Ratsmitglieder das Ziel, mehr bezahlbare und klimagerechte Wohnungen zu schaffen.

Der VdW Rheinland Westfalen bedankt sich bei allen teilnehmenden Gästen, unseren Mitgliedern, Partnern und Sponsoren und freuen uns auf den nächsten Verbandstag - 2023 in Duisburg!

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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