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VdW-Jahrespressekonferenz zum Berichtsjahr 2019/2020

Am 28. September 2020 fand im Vorfeld des Verbandstages die diesjährige Jahrespressekonferenz des VdW Rheinland Westfalen statt. Zum Thema "Gutes Wohnen, bezahlbare Mieten: Die Wohnungswirtschaft bleibt verlässlicher Partner für die Menschen in Nordrhein-Westfalen" stellte der Verband in einem digitalen Format die aktuellen Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft vor und präsentierte die nordrhein-westfälischen Kennzahlen zu den Themenbereichen Mieten, Investitionen, Baufertigstellungen und öffentlich geförderter Wohnungsbau.

Mit 2,6 Milliarden Euro haben die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen 2019 eine immense Summe in die energetische sowie generationengerechte Modernisierung ihrer Wohnungsbestände investiert. Mit über 3.700 (2018: 4.413) Wohnungen haben die VdW-Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften insgesamt 15 Prozent aller neu errichteten Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt.

Damit ist die Wohnungswirtschaft im Westen, die insgesamt 20 Prozent der Mietwohnungen in Nordrhein-Westfalen bewirtschaftet, ein wichtiger Partner für den bezahlbaren Mietwohnungsneubau. Insgesamt sind die Investitionen, besonders im Bereich der Bestandsmaßnahmen, auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Im Bereich der Modernisierung und Instandhaltung investierten die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften rund 1,42 (2018: 1,4) Milliarden Euro. Die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften haben 2019 ein Gesamtinvestitionsvolumen für Bestandsmaßnahmen und Neubautätigkeiten von 2,6 (2018: 2,7) Milliarden Euro abgerufen. 

In Nordrhein-Westfalen stehen im laufenden Jahr 1,1 Milliarden Euro Wohnungsbaufördermittel zur Verfügung. In der gesamten Legislaturperiode stellt das Land Programmmittel in Höhe von 5,5 Milliarden Euro bereit. Für die geplanten Investitionen in die Modernisierung und den Erhalt bestehender Wohnungen wurden 2019 37,5 Prozent der Fördermittel für Miete, Modernisierung, Quartiersentwicklung und Studentisches Wohnen abgerufen und damit 42 Prozent der bewilligten Mietwohnungen gebaut. Das bewilligte Fördervolumen für VdW-Mitgliedsunternehmen belief sich im Jahr 2019 auf 352 (2018: 367) Millionen Euro. „Die Bestandsmieten bleiben trotz hoher Modernisierungsanstrengungen für die VdW-Mieter bezahlbar“, sagt Alexander Rychter, Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen. Im Bereich des Mietwohnungsneubaus investierten die VdW-Mitglieder 1,2 (2018: 1,3) Milliarden Euro.

Die Zukunftsaussichten für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum in Nordrhein-Westfalen sind jedoch trotz guter Förderbedingungen getrübt, denn bei anhaltend steigenden Baukosten führt die gleiche Förderanstrengung zu weniger bezahlbaren Wohnungen. Zusätzlich bremsen langwierige Baugenehmigungsverfahren und der Mangel an bezahlbaren Baugrundstücken den Neubau. „Auf teurem Grund und Boden lassen sich weder günstige Wohnungen noch günstige Mieten realisieren“, konstatiert VdWVerbandsdirektor Alexander Rychter. „Wenn wir bezahlbares Wohnen als gesellschaftlichen Auftrag begreifen, dann können wir diesen Herausforderungen nur durch bezahlbares Bauland und Dämpfung der Baukosten begegnen.“ Die VdW-Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in Nordrhein-Westfalen bieten ihren Mietern aber auch in Krisenzeiten weiterhin gutes und sicheres Wohnen zu niedrigen Mieten. Insbesondere auf den angespannten Wohnungsmärkten überzeugen die VdW-Mitglieder durch bezahlbare Mieten in Neubau und Bestand.

Alle Infos zur Jahrespressekonferenz Berichtsjahr 2019/2020, die Präsentation sowie weiterführende Materialien finden Sie hier

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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