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Sicherheit im Quartier: Die Wohnungswirtschaft beteiligte sich erneut an landesweiter Aktionswoche gegen Einbrüche

Pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit führte die Polizei Nordrhein-Westfalen am 25. Oktober 2020 im Rahmen der landesweiten Kampagne „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ einen Aktionstag zum Einbruchsschutz durch. Die Präventionskampagne gegen Wohnungseinbruch, die parallel zum bundesweiten „Tag des Einbruchschutzes“ stattfand, zielt auf die Sensibilisierung für das Thema und schiebt Tätern buchstäblich den Riegel vor. Erneut unterstützte der VdW Rheinland Westfalen gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften die Kampagne mit informativen Vor-Ort-Terminen – in diesem Jahr in Mülheim an der Ruhr und Dortmund sowie mit digitalen Talk-Formaten.

Dass das Engagement gegen Wohnungseinbruchdiebstahl Wirkung zeigt, bezeugen die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahls, die im Jahr 2019 mit 26.857 Fällen im Vergleich zum Vorjahr mit 29.904 Fällen erneut gesunken sind. Dieser Trend setzt sich auch für das Jahr 2020 fort. Insbesondere in den Wochen des Corona-Lockdowns, in denen sich die meisten Menschen hauptsächlich zu Hause aufgehalten haben, verzeichnet die Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen einen Rückgang von bis zu 30 Prozent der Einbrüche.

„Kriminalitätsprävention beginnt an der eigenen Haustür“, meint Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, und nimmt die positive Trendwende zum Anlass, auch weiterhin für Wohnungseinbrüche zu sensibilisieren: „Jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel. Die Entscheidung unserer Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften, in Neubau und Bestand weiter verstärkt auf Einbruchschutz zu setzen, ist daher absolut beispielhaft. Einbruchsichere Fenster und Türen, eine bewusste Wohnumfeldgestaltung und gelebte Nachbarschaften in Quartieren sind die besten Mittel gegen Wohnungseinbrüche“, so Rychter weiter. Mit der Mülheimer Wohnbau eG, der SWB-Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH und der VIVAWEST präsentierten in diesem Jahr eine Genossenschaft, ein kommunales sowie ein privatwirtschaftliches Wohnungsunternehmen ihre Projekte.

Am „Wohnhof Fünte“, ein alternatives Wohnprojekt des gleichnamigen Wohnvereins, veranschaulichte die Mülheimer Wohnbau eG, wie Angsträume durch eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung vermieden werden. „Wir als Wohnungsbaugenossenschaft arbeiten gerne mit Vereinen wie Wohnhof Fünte e.V. zusammen“, erläuterte MWB-Vorstand Jürgen Steinmetz anlässlich des Ortstermins. „Die Grundsätze von guter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung sind ja schließlich auch ein Teil des traditionellen Genossenschaftsgedankens. Daher unterstützen wir diese Gruppen sehr gern.“

Beim gemeinsamen Rundgang würdigte Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, die Gestaltung des Geländes. „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass technischer Einbruchschutz ein wichtiges Thema ist“, sagte der NRW-Innenminister. „Aber die Fachleute sind sich auch einig, dass Einbruchsprävention nicht bei stabilen Fenstern und Türen aufhören darf. Hier im ‚Wohnhof Fünte‘ wird genau das gefördert, was ich mir von den Menschen wünsche: dass Nachbarn hinschauen, miteinander im Gespräch sind, durch die reine Sozialkontrolle schon potenzielle Missetäter entmutigen. Zugleich sehe ich, dass der Privatsphäre dennoch eine große Bedeutung zugemessen wird, dass es den entsprechenden Raum zum Rückzug ins Private gibt. Das ist eine sehr attraktive Mischung, ein sehr lebenswerter Ort.“

Im Quartier Hans-Böckler-Platz zeigte die SWB-Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH eindrucksvoll, wie nach einer erfolgreichen Revitalisierung des Gebäudebestandes in Folge von Modernisierung umfassend in die Stärkung des Sicherheitsgefühls investiert worden ist. In den über 200 Wohnungen des Doppelhochhauses wohnen überwiegend ältere Mieter, die durch eine Videoüberwachung in allen Allgemeinbereichen und Aufzügen sowie ein digitales Schließsystem sicher wohnen können.

In der Dortmunder Nordstadt veranschaulichte VIVAWEST, wie im Rahmen der Modernisierung des Quartiers Borsig-West Sicherheit an oberster Stelle steht. Für die Modernisierungsarbeiten am Lütgenholz erarbeitete das Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen gemeinsam mit der Dortmunder Polizei ein Konzept zur städtebaulichen Kriminalprävention und erhielt dafür die Plakette „Zuhause sicher!“. Bei der Konzeption wurden Angsträume gezielt beseitigt und die Außenanlagen so gestaltet, dass sie keine Verstecke und uneinsehbare Bereiche bieten. Auch innerhalb der Gebäude wurde die Sicherheit gegen Einbruch und ungebetenen Besuch verbessert. „Wir glauben an die Nordstadt und möchten unseren Teil dazu beitragen, dass die Menschen hier gern und sicher leben“, sagte VIVAWEST-Geschäftsführer Haluk Serhat.

„Sicherheit ist eines der zentralen Grundbedürfnisse der Menschen“, konstatierte Verbandsdirektor Alexander Rychter. „Denn gerade in den eigenen vier Wänden hinterlässt das gewaltsame und unbemerkte Eindringen durch Einbrecher oft Spuren, manchmal jahrelang. Am Ende ist ein Aus- oder Umzug oft die einzige Lösung für die Betroffenen, um mit dem Erlebten abschließen zu können.“

Den Programmflyer zu allen Stationen der Aktionstage in diesem Jahr finden Sie hier.

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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