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Landesregierung und Wohnungswirtschaft bringen gemeinsam Wohnungsbestände auf Vordermann

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen besuchte am 4. Dezember 2019 drei Projekte der Modernisierungsoffensive der Landesregierung in Bottrop, Mülheim an der Ruhr und Duisburg. Die Modernisierungsoffensive ist ein Ende 2018 gestartetes Bündnis des Ministeriums mit der Wohnungswirtschaft, um umfangreiche Modernisierungen im Gebäudebestand sozial verträglich zu ermöglichen. Die drei Projekten im westlichen Ruhrgebieten gehören zu den Ersten, die nun in die Umsetzung gehen.

„Nordrhein-Westfalen modernisiert: 126 Millionen Euro konnten bisher für die Modernisierungsoffensive zur Verfügung gestellt werden. Die Projekte unserer Modernisierungsoffensive zeigen, wie die Klimawende im Gebäudebestand gelingen kann. Der CO2-Ausstoß sinkt, der Wohnkomfort steigt und trotz hoher Investitionen bleiben Mietsprünge aus. Die Wohnraumförderung des Landes sichert bezahlbare Wohnkosten auch nach der Modernisierung und zwar für die Menschen, die heute schon in den Wohnungen leben oder neu dazukommen. So erreichen wir gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft das Beste für Mieterinnen und Mieter und Umwelt und Klima profitieren gleich mit“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium fördert bei der Modernisierungsoffensive nach der Devise: 100; 100; 20; 20. 100 Prozent Finanzierung der Modernisierungskosten – bis zu 100.000 Euro Darlehen pro Wohnung. Der Tilgungsnachlass auf das Förderdarlehen beträgt landesweit einheitlich 20 Prozent – die Dauer der Sozialbindungen in den geförderten Wohnungen ist 20 Jahre. Zeitgemäße und bedarfsgerechte Wohnangebote brauchen Modernisierung.

Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungswirtschaft (VdW) Rheinland-Westfalen, begrüßt die breite Beteiligung der ehemals gemeinnützigen Wohnungswirtschaft: „Der Verband der Wohnungswirtschaft hat die Modernisierungsoffensive in alle Ecken Nordrhein-Westfalens getragen. Mit Unterstützung des Landes nehmen unsere Mitgliedsunternehmen mehr als 550 Millionen Euro in die Hand, um 4.500 Wohnungen zu modernisieren und 800 neu zu bauen. Von den Investitionen profitierten nicht nur die Mieterinnen und Mieter. Sie wirken weit über die „vier Wände“ hinaus und stoßen die Entwicklung ganzer Quartiere und Stadtteile an.“

Quelle: MHKBG

Hintergrund zur Modernisierungsoffens

  • Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung stellt für die Projekte Mittel der Wohnraumförderung in Höhe von bis lang 300 Millionen Euro zur Verfügung. Sie steht Vermieterinnen und Vermieter offen, die ihre Wohnungsbestände umfassend weiterentwickeln wollen. Im kommenden Jahr wird die Offensive weiter ausgebaut und verstärkt.
  • Durch die öffentliche Finanzierung ist die Sozialverträglichkeit der Maßnahmen sichergestellt. Die Landesförderung geht mit langfristigen Mietpreisbindungen einher, um Mietsprünge nach der Modernisierung auszuschließen.
  • Die Erneuerungsstrategien sind so vielfältig wie die Wohnquartiere selbst. Im Vordergrund der Modernisierungsoffensive stehen bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz der Wohngebäude als Beitrag zum Klimaschutz. Die Steigerung des Wohnkomforts für die Mieterinnen und Mieter, beispielsweise durch den Anbau von Balkonen oder die Sanierung von Bädern, stellt vielerorts einen weiteren Investitionsschwerpunkt dar. Die Modernisierungsoffensive nimmt aber immer auch das Wohnumfeld jenseits der „vier Wände“ in Angriff – mit Ladestationen für E-Mobilität, Fahrradboxen, Bewohnertreffpunkten, Spielplätzen und Grünanlagen.

 Zu den besuchten Projekten:

1. Projekt

„Germania-Eck“ der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH (Germania-/Scharnhölzstraße)

Modernisierung eines Eckgebäudes mit 21 Wohnungen für rund 1,4 Millionen €, unter anderem erstmaliger Einbau einer Zentralheizung - bislang wird noch mit Kohleöfen geheizt – Anbau von Balkonen, Fassadendämmung, Einbau neuer Fenster, Neugestaltung des Gartens mit Fahrradhaus.

2. Projekt

„Eichbaumsiedlung“ der SWB-Service- Wohnungsvermietungs und -baugesellschaft mbH in Mülheim an der Ruhr (u.a. Filchnerstraße, Kleiststraße, Amundsenweg)

Langjährige Erneuerung einer großen Wohnsiedlung aus den 1950er und 1960er Jahren mit mehr als 556 Wohnungen durch Modernisierung, altersgerechtem Umbau, Abriss und Ersatzneubau, intensive Begleitung durch Sozialmanagement und Nachbarschaftsangebote. Die SWB investiert mehr als 92 Millionen Euro in den Bestand, fast 35 Millionen Euro werden vom Land als Wohnraumförderung bereitgestellt.

3. Projekt

„Citywohnpark“ der GEBAG in Duisburg (u.a. Musfeldstraße)

Sanierung einer hochgeschossigen Großwohnanlage der 1960er Jahre mit 420 Wohnungen an zentralem Standort zwischen der Duisburger Innenstadt, Hochfeld und Rheinufer u.a. mit energetischer Optimierung, attraktive Gestaltung der weithin sichtbaren Fassaden, Anlegen eines parkähnlichen Außenbereichs mit einladenden Lichtbögen, barrierefreie Umgestaltung der Hauseingänge. Die GEBAG investiert über 5 Jahre rund 39 Millionen Euro, davon sind 37 Millionen Euro Wohnraumfördermitteln des Landes.

 

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Pressesprecherin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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