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Gemeinsam stark für ein sicheres Zuhause

Pünktlich zum Beginn der dunklen Jahreszeit startete die Polizei NRW am 27. Oktober 2019 den Aktionstag „Riegel vor! Sicher ist sicherer.“ Die Präventionskampagne gegen Wohnungseinbruch zielt auf die Sensibilisierung für das Thema und schiebt Tätern buchstäblich den Riegel vor. Traditionell unterstützte der VdW Rheinland Westfalen gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften die Kampagne mit informativen Vor-Ort-Terminen – in diesem Jahr in Dortmund und Emsdetten.

Dass dieses Engagement Früchte trägt, zeigt die Zahl der Wohnungseinbrüche. Sie ging laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2018 landesweit erneut stark zurück. Mit rund 29.904 Fällen lag sie um 23,4 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum (39.057 Fälle).

Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen sieht dennoch keinen Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: „Jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel. Die Entscheidung unserer Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften in Neubau und Bestand weiter verstärkt auf Einbruchschutz zu setzen, ist daher absolut beispielhaft.“

„Einbruchsichere Fenster und Türen, eine bewusste Wohnumfeldgestaltung und gelebte Nachbarschaften sind die besten Mittel gegen Wohnungseinbrüche“, so Rychter weiter. Denn Sicherheit ist eines der größten Grundbedürfnisse der Menschen und gerade in der eigenen Wohnung hinterlässt das gewaltsame und unbemerkte Eindringen durch Einbrecher oft Spuren, manchmal jahrelang. Am Ende ist ein Aus- oder Umzug oft die einzige Lösung für die Betroffenen, um mit dem Erlebten abschließen zu können.

Mit der Spar- und Bauverein Dortmund eG und der Emsdettener WGEMS eG präsentierten in diesem Jahr zwei Genossenschaften ihre Projekte. 

Im Dortmunder Unionviertel veranschaulichte die Spar- und Bauverein eG, wie eine entsprechende Sicherheitseinrichtung in Bestandshäusern aussehen kann. Das Sicherheitskonzept der Genossenschaft erfreut sich großer Beliebtheit: Seit dem Start in 2015 haben rund 670 Mieter das Angebot genutzt und 420.000 Euro (hälftig von der Genossenschaft und den Mietern) sind in das Konzept investiert worden. „Uns ist bewusst, dass mit dem Angebot einiges an Kosten auf uns als Genossenschaft zukommt. Das Bedürfnis der Bewohner nach Sicherheit zu befriedigen, ist die Kosten jedoch wert.“, so Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG. Bereits im Oktober 2013 schloss die Spar- und Bauverein eG Dortmund gemeinsam mit anderen Dortmunder Wohnungsunternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kommissariat Kriminalprävention der Polizei.

Jutta Brinkmann, Vorständin der Emsdettener Genossenschaft WGEMS, erklärte beim Rundgang durch das Gebäude in der Rheiner Straße 82, dass bereits bei den Planungen des Gebäudes feststand, dieses Wohnhaus nach den Standards zur Verbesserung des Einbruchschutzes zu bauen. Denn neben dem Schaden, der durch den Verlust von Wertgegenständen nach einem Einbruch bleibt, belastet das Gefühl, in der eigenen Wohnung, dem Zuhause, nicht sicher zu sein: "Nach unserer Auffassung gehört zu einer guten Wohnqualität auch das Gefühl von Sicherheit, das wir den Bewohnern unserer Häuser geben wollen. Insbesondere bei einem Neubau sind die Kosten für eine einbruchsichere Ausstattung von Fenstern und Türen überschaubar. Daher werden jedes neu errichtete Gebäude und Bestandsgebäude bei Modernisierung seit 2014 ausschließlich nach diesem Sicherheitsstandard ausgerüstet." WGEMS-Vorstandskollege Ludger Kortemeyer-Lanvers ergänzt, dass beabsichtigt ist, es den Dortmundern gleich zu tun und einen Kooperationsvertrag mit der Kreispolizeibehörde Steinfurt über die Zusammenarbeit zur Verhinderung des Wohnungseinbruchsdiebstahls abzuschließen.

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Pressesprecherin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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