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Gasumlage: Wohnungswirtschaft fordert gezielte Unterstützung finanziell stark belasteter Wohnungsunternehmen und Mieterhaushalte

Jede verbrauchte Kilowattstunde Erdgas wird ab 1. Oktober um 2,419 Cent teurer. Durch die Gasumlage verschärft sich die finanzielle Belastung bei den sozial orientierten Wohnungsunternehmen und den Mieterhaushalten.

Berlin – An diesem Montag, 15. August 2022, ist die Höhe der Gasumlage bekannt geworden. Sie liegt bei 2,419 Cent pro Kilowattstunde und soll Gasversorger entlasten, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende, günstigere Gasmengen aus Russland kaufen müssen.

„Durch die Gasumlage verschärft sich die finanzielle Belastung sowohl bei den sozial orientierten Wohnungsunternehmen als auch bei den Mieterhaushalten", sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. „Denn zu den ohnehin steigenden Gaspreisen kommt durch die Umlage eine zusätzliche Kostenerhöhung um aktuell 13,4 Prozent noch hinzu. Zunächst sind die Wohnungsunternehmen unmittelbar betroffen, denn sie müssen die stark steigenden Kosten durch deutlich höhere Zahlungen an die Versorger jetzt schon vorfinanzieren. Die Wohnungsunternehmen befinden sich damit in einer schwierigen ‚Sandwich-Position‘ zwischen Energieversorgern und Haushalten. Denn einige sozial orientierte Wohnungsunternehmen bringen die hohen Vorauszahlungen aktuell bereits in akute finanzielle Schwierigkeiten und teils an den Rand ihrer Existenz. Schritt eins müssen daher Bürgschaftsprogramme zur Sicherung der Liquidität von Wohnungsunternehmen sein, die ansonsten von einer Insolvenz gefährdet sind."

„Auch mit Gasumlage muss das Wohnen bezahlbar sein", verdeutlicht VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter. „Die NRW-Landesregierung ist dazu aufgefordert, eine effektive Entlastung bei den Heizkosten herbeizuführen. Ziel der Unterstützungsmaßnahmen muss eine gezielte soziale Abfederung als auch ein langfristiger Energiespar-Anreiz sein. Andernfalls gerät auch die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in die Klemme, dessen Hauptaufgabe es ist, gutes und bezahlbares Wohnen für breite Schichten der Bevölkerung zu ermöglichen."

Zum Pressestatement des GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen vom 15. August 2022.

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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