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VM 07+08/2022: Rechnung mit zunehmenden Unbekannten – Dramatische Baukostenentwicklung

Die Ausgabe 07+08/2022 des VerbandsMagazins mit der Frage: „Was treibt die Baukosten für Wohnungen in die Höhe?“

Baustoffpreise, Baufinanzierungskosten und Baulandkosten – der starke Anstieg der Baukosten verteuert und erschwert an gleich mehreren Stellen den Neubau und die energetische Modernisierung von zukunftsfähigen, klimagerechten und bezahlbaren Wohnungen.

Globale Lieferketten von Baustoffen sind schon seit der Corona-Krise und nochmals durch den Krieg in der Ukraine erheblich gestört. Die Preise für beispielsweise Betonarbeiten sind im Mai 2021 um 23 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat unlängst eine Zinswende angekündigt, während die aktuell hohe Inflationsrate die bereits knappen Kapazitäten bei Bau- und Handwerksdienstleistungen auch noch verteuert. Für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft ergibt sich so eine komplett neue Ebene der Komplexität ihrer Rahmenbedingungen.

Die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen erleben derzeit Preissteigerungen, wie es sie in den letzten Jahrzehnten noch nie gegeben hat.

Im Ergebnis sind etliche Projekte in ihrer Umsetzung bedroht oder wurden bereits in der Planungsphase wieder zurückgestellt. Aufgrund der gewandelten Umstände wird es für Wohnungsunternehmen und -genossenschaften immer schwieriger, verlässliche Planungen vorzunehmen und die Projekte dann auch planungsgemäß umzusetzen. Die Preise für Baustoffe sind oft nicht mehr kalkulierbar und teilweise auch kaum verfügbar. Auch die verlässlichen Förderbedingungen, die in Nordrhein-Westfalen im Vergleich der öffentlichen Wohnraumförderprogramme der Bundesländer nach wie vor positiv zu bewerten sind, können die massiven Preissteigerungen nicht abfedern. Schon vor dem ersten Spatenstich machen sich nämlich die angestiegenen Zinsen für Baufinanzierungskredite bereits bei vielen Projekten bemerkbar. Dem schließen sich Lieferengpässe und sprunghafte Teuerungsraten bei Baustoffen und Baudienstleistungen an, die zu Verzögerungen der Bauzeit führen oder gar die Ausführung fertig geplanter Projekte komplett verhindern.

Wie gehen die Verbandsmitglieder mit dieser Gemengelage um und welche Schritte unternehmen sie? Was ist nötig, um die Bezahlbarkeit und den Klimaschutz im Bereich Bauen und Wohnen miteinander zu vereinen?

Antworten auf diese Fragen und wohnungswirtschaftliche Neuigkeiten, Trends und Themen – unter anderem zu den wohnungspolitischen Inhalten des Koalitionsvertrages der neuen schwarz-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen – finden sich in der neuen Doppelausgabe 07+08/2022 des VerbandsMagazins.

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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