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Wohnen an Rhein und Ruhr

Düsseldorf und Essen waren am 13. Mai 2019 die Stationen einer halbtägigen Bereisung mit Vertretern der FDP-Landtagsfraktion.

Im Mittelpunkt standen die Besuche von gelungenen Praxisbeispielen zum Thema "Bezahlbares Wohnen", es blieb aber auch immer ausreichend Zeit für Gespräche über wohnungspolitische Rahmenbedingungen, regionale Marktlagen und das gesamtgesellschaftliche Umfeld, in dem sich Wohnungsunternehmen und -genossenschaften derzeit bewegen. 

Reiseauftakt in Düsseldorf

Los ging es im Rheinland, wohnungswirtschaftlich ist die Landeshauptstadt ein besonderes Umfeld. Eingebettet in die Rheinschiene ist die Stadt mit rund 640.000 Einwohnern ein attraktiver Wohnort für Arbeitnehmer und Studierende, der darüber hinaus mit hoher Lebensqualität lockt. Das spiegelt auch der Wohnungsmarkt wider: Hohe Nachfrage, niedriges Angebot, insbesondere günstige Mietwohnungen sind Mangelware. Zwei Düsseldorfer Projekte standen auf dem Programm: Zum einen die "Schöffenhöfe" in Düsseldorf-Oberbilk. Auf dem ehemaligen Geländes eines Güterbahnhofs entstehen derzeit 370 neue Mietwohnungen , 40% sind öffentlich gefördert oder preisgedämpft. Die "Kastanienhöfe" im Stadtteil Eller/Lierenfeld sind bereits seit 2017 bezogen. 

Nächster Halt: Essen

Mit den Eindrücken aus dem Rheinland ging es weiter nach Essen. Seit jüngerer Zeit verzeichnet die Ruhrgebietsmetropole wieder Zuzüge, das stellt auch den Wohnungsmarkt vor neue Herausforderungen. Die steigende Nachfrage treibt die Mietpreise, wobei Essen im Vergleich zu anderen Ruhrgebietsstädten hier bereits vergleichsweise hoch aufsetzt. Im Neubau haben die durchschnittlichen Mieten die Grenze von 10 Euro/m² überschritten. Der Mangel, vor allem an bezahlbarem Wohnraum, spiegelt sich in der Einstufung in die höchste Stufe der Wohnraumförderung (Mietenstufe 4) wider. Im Essener Stadtteil Holsterhausen entstehen derzeit im Rahmen des Stadtentwicklungsprojektes "Cranachhöfe" 71 Mietwohnungen, davon 42 öffentlich gefördert.  Zum Abschluss der Reise ging es ins Essener "Eltingviertel". 

Oliver Niermann
Oliver Niermann
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Wohnungs- und Städtebauförderung, Landesplanung und Raumordnung
Tel.: 0211 16998-38
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