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VdW Rheinland Westfalen begrüßt neue regionalisierte Wohnungsmarktprognose

Heute hat die Landesregierung die neue Wohnungsmarktprognose bis 2040 für Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Die Prognose bildet eine Grundlage für die Entwicklung qualitativer und quantitativer Wohnungsbedarfe bis 2040. Demnach besteht über den Prognosezeitraum ein jährlicher Bedarf von 46.000 Wohneinheiten.

„Wir begrüßen die neue Wohnungsmarktprognose bis 2040, insbesondere da sie qualitative und quantitative Bedarfe auch regional differenziert“, kommentiert Alexander Rychter, Ver-bandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen. „Sie bietet aus unserer Sicht eine gute und vor allem realistische Grundlage für die lokale wohnungspolitische Diskussion zur bedarfsgerechten Entwicklung von mehr bezahlbarem, generationen- und klimagerechtem Wohnungsbau. Klar ist, dass es auch jenseits der angespannten Schwarmstädte und Metropolräume weiterhin möglich sein muss, den Wohnungsbestand zeitgemäß weiterzuentwickeln.“

Das Vorgängergutachten aus dem Jahre 2016 musste aktualisiert werden, da die alte Prognose noch unter dem Eindruck hoher Zuwanderungszahlen von Geflüchteten stand. Im aktuellen Gutachten werden auch Schwerpunkte wie das altersgerechte und das bezahlbare Wohnen in den Blick genommen. Demnach fehlen bis 2040 rund 10.600 altengerechte Wohnungen pro Jahr. Auch für den bezahlbaren Wohnungsbau wird laut Gutachten ein steigender Bedarf prognostiziert.

Bereits jetzt bauen die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen barrierefreien Wohnraum – gefördert und freifinanziert – und kooperieren in ihren Wohn- und Stadtquartieren mit Pflege- und Sozialdiensten – etwa bei der Einrichtung von Pflegestützpunkten oder Tagespflegeeinrichtungen.

„Allein in den zwölf größten Städten von NRW haben sie im Jahr 2019 rund 20 Prozent des Wohnungsneubaus realisiert“ stellt Alexander Rychter dazu klar. „Die nach wie vor steigende Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum steht damit ein Stück weit im Zusammenhang und ist für uns nicht neu. Unsere Verbandsmitglieder engagieren sich seit Jahren stark im geförderten Mietwohnungsbau und haben im Jahr 2019 rund 40 Prozent der Landesfördermittel abgerufen. Um das aktuell hohe Niveau an Baugenehmigungen und Baufertigstellungen zu halten, müssen die Städte und Gemeinden in NRW auf Basis dieser Prognose jetzt ihren wohnungspolitischen Fahrplan ausrichten und durch eine aktive Bodenpolitik mehr Bauland für bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Die Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen stehen ihnen dabei als verlässlicher Partner zur Seite!“

Die komplette Prognose finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung unter: www.mhkbg.nrw

Oliver Niermann
Oliver Niermann
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Wohnungs- und Städtebauförderung, Landesplanung und Raumordnung
Tel.: 0211 16998-38
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