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Kommunales Kooperationsmodell in Trier

Trier wächst. Für die sanierungsbedürftigen städtischen Wohnungen gab es nun einen Schulterschluss: Gemeinsam mit der Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) gründete die Stadt die Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Trier“ (Wit), deren Zweck es ist, rund 700 städtische Wohnungen zu sanieren. In nicht-öffentlicher Sitzung hatte sich der Stadtrat Anfang der Woche für die gbt als Partner ausgesprochen. Die gbt hält 51 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die Stadt 49 Prozent. 

Die Stadt bleibt Eigentümerin der Wohnungen. Für die Mieter ändert sich nichts. Mietvertragspartner bleibt die Stadt. Mit dem sogenannten „Nießbrauchrecht“ hat man einen neuen Weg eingeschlagen. Dem Grunde nach bezeichnet diese Rechtsform, dass jemand Anteil an einem fremden Gut hat und aus diesem in irgendeiner Form Vorteile genießt, ohne selbst Eigentümer der Sache zu sein. Die Stadt räumt der Wit ein entgeltliches „Nießbrauchsrecht“ am städtischen Wohnungsbestand mit einer Laufzeit von 24 Jahren ein. Danach überträgt die Wit der Stadt die modernisierten Wohnungen gegen Zahlung eines Wertausgleichs oder die Gesellschaft bleibt weiter bestehen. Was den weiteren Zeitplan angeht, muss zunächst die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion der Gründung noch zustimmen. Ziel ist, diese noch im ersten Quartal 2020 zu vollziehen und den Aufsichtsrat zu bestimmen. Die Fraktionen im Stadtrat begrüßten die Gründung der Wohnungsbaugesellschaft außerordentlich, einzig die Linken sehen sie teilweise kritisch, da es sich nicht um eine rein städtische Wohnungsbaugesellschaft handele und der Wohnungsnotstand dadurch nicht gelöst werden könne.

Die gbt Wohnungsbau und Treuhand ist Mitglied im VdW Rheinland Westfalen. 

Katrin Stamm
Katrin Stamm
Abteilungsleitung Interessenvertretung, Verbandskommunikation, Marketing und Neue Mobilität
Tel.: 0211 16998-94
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