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Rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft fordert Unterstützung des Landes zur Erreichung der Klimaschutzziele

Die rheinland-pfälzische Wohnungswirtschaft bekennt sich zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudebestand. Schon seit vielen Jahren investieren die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften massiv in die energetische Modernisierung und Sanierung ihrer Gebäude. Um diesen Weg erfolgreich fortzuschreiten und einen klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 zu erreichen, benötigt die Wohnungswirtschaft jedoch die Unterstützung des Landes und der neuen Landesregierung. Darauf verweisen der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) und der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW Rheinland Westfalen), die in der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Wohnungsunternehmen (ARGE RLP) zusammenarbeiten. So müsse das Land die energetische Sanierung von Gebäuden stärker fördern, die Verwendung ressourcenschonender Baustoffe voranbringen und sich für eine Umstellung der Wärmeversorgung einsetzen.

„Eine Studie der Universität Regensburg zeigt, dass zur sozialverträglichen Erreichung der Klimaziele im bundesweiten Mietwohnungsbestand jährlich Kosten von bis zu 14 Milliarden Euro anfallen. Diese Kosten können Mieter und Vermieter nicht alleine tragen, soll die Bezahlbarkeit des Wohnens gewahrt bleiben,“ sagt Dr. Axel Tausendpfund, Verbandsdirektor des VdW südwest. „Zusätzlich zu den Förderprogrammen von EU und Bund ist hier auch das Land Rheinland-Pfalz in der Pflicht, weitere Fördermittel bereitzustellen, damit wir gemeinsam die große Herausforderung CO2-neutrale Gebäude meistern können.“

Neben der allgemeinen Förderung könne das Land weitere Schritte bei der Verwendung von Baustoffen gehen, erläutert Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen. „Wir müssen versuchen, die Energie zu verringern, die bei der Erstellung von Baustoffen und Gebäuden erzeugt wird. Der Einsatz von ressourcenschonenden Baustoffen, wie beispielsweise Holz, ist hier der richtige Weg. Das Land sollte die entsprechenden Anreize bieten, ohne auf nur einen Baustoff zu setzen. Nicht hilfreich sind jedoch Vorgaben zur Verwendung bestimmter Baustoffe. Diese verteuern das Bauen und damit das Wohnen.“   

Langfristig müsse sich jedoch die Wärmeversorgung der Gebäude ändern, ergänzt Thomas Will, Vorsitzender der ARGE RLP: „So lange die Wärmeversorgung eines Gebäudes auf fossilen Brennstoffen basiert, werden sich die Klimaziele nur durch energetische Modernisierung und Sanierung nicht erreichen lassen. Wir brauchen eine Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien. Auch müssen wir abkehren von der reinen Betrachtung der Klimabilanz einzelner Gebäude und das ganze Quartier in den Blick nehmen“.

Der Vorschlag einer aktiven Baulandpolitik ist Teil des Positionspapiers der rheinland-pfälzischen Wohnungswirtschaft zur Landtagswahl 2021.

Andreas Gröhbühl
Andreas Gröhbühl
Referent Landespolitik Rheinland-Pfalz, Presse und Medien
Tel.: 0174-2895833
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