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„Regionalen Ausgleich stärken: Die Wohnungswirtschaft als Gestalter von Heimat“

Dringend gesucht werden Lösungen, um angespannte Wohnungsmärkte zu entlasten. Schnell fällt der Blick dabei auf Regionen, in denen das Wohnen noch immer bezahlbar ist.

Mit ihren Partnern hat die Wohnungswirtschaft in Deutschland daher einen Dialogprozess ins Leben gerufen, um gemeinsam an umsetzungsorientierten Lösungen zu arbeiten. Am 8. Mai 2019 diskutierten die Projektpartner in Berlin unter anderem mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Vertretern des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem Deutschen Landkreistag und der neuen Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Anne Katrin Bohle, erste Erfahrungen aus dem Projekt.

Ein Blick in die Regionen

Um dies zu verdeutlichen stellte Dr. Svenja Haferkamp, VdW Rheinland Westfalen, gemeinsam mit Vertretern aus den insgesamt sechs Regionen in Sachsen-Anhalt, Thüringen mit der Stadt Jena und dem Saale-Holzlandkreis sowie Nordrhein-Westfalen mit den Modellregionen Südwestfalen, Ostwestfalen-Lippe, Duisburg sowie Köln die wesentlichen Fragestellungen und Herausforderungen vor, woran sich eine Diskussion über die Fallbeispiele anschloss.

Auf der einen Seite zeigten sich in den Regionen Sachsen-Anhalt und Südwestfalen Schrumpfungstendenzen. In Sachsen-Anhalt stellte sich dabei vor allem der Fokus auf den Wohnungsrückbau bei gleichzeitiger Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse heraus, während in Südwestfalen, einer wirtschaftlich starken Region mit 153 weltweit führenden Unternehmen, die wirtschaftliche Attraktivität der Region und die Attraktivität als Wohnstandort künftig stärker in Einklang gebracht werden müssen. Währenddessen fehlen in Ost-Westfalen junge Fachkräfte und Unternehmen, womit es, in Kooperation mit örtlich ansässigen Unternehmen, Lösungen zu entwickeln gilt, wie u. a. diese durch neue, innovative Wohn- und Arbeitsformen zu gewinnen.

Auf der anderen Seite wurde über regionale Ausgleichsmöglichkeiten zwischen Regionen berichtet. So könnte das Umland für Köln, ebenso wie bei Jena oder aber die Stadt Duisburg für Düsseldorf für einen wohnungswirtschaftlichen Ausgleich durch Kooperationen sorgen. Von Relevanz dabei ist zum einen die Verkehrsinfrastruktur zwischen den kooperierenden Städten und Regionen, aber auch ein Schulterschluss von Städten, Landkreisen und der Wohnungswirtschaft, um so neue, innovative und zukunftsfähige Stadtquartiere zu entwickeln.

Insgesamt hat die Wohnungswirtschaft mit dem Werkstattgespräch den gemeinsamen Diskurs eröffnet und will mit dem Kooperationsprojekt die Chancen, aber auch die Hemmnisse des regionalen Ausgleichs näher beleuchten, um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten.

Gastgeber der Veranstaltung war die DKB Deutsche Kreditbank AG, die das Projekt, neben NRW.BANK, der DZ HYP sowie der Kreissparkasse Köln inhaltlich und finanziell unterstützt.