Schwerpunkt "Grundsteuer"

Insbesondere Wohnungswirtschaft und Kommunen richteten in den vergangenen Wochen den Blick gespannt nach Karlsruhe. Eine Neuregelung der Grundsteuersystematik lag in der Luft, der Bundesfinanzhof (BFH) hatte die bisherige Berechnung ab dem Bewertungsstichtag 1. Januar 2008 als verfassungswidrig eingeschätzt und Verfassungsbeschwerde eingereicht.

Der Grundsteuermessbetrag ermittelte sich bislang aus dem fiktiven Wert der Immobilie sowie einem einheitlichen Wert aus Lage, Nutzung und Bebauung des Grundstücks. Die Multiplikation mit dem individuellen Hebesatz der Kommunen ergab die Grundsteuer. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschäftigte sich seit 16. Januar 2018 mit der Prüfung und stellte am 10. April 2018 die Verfassungswidrigkeit fest. Nun muss die Grundsteuersystematik neu geregelt werden. Der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe beleuchtet Hintergründe, Chancen und Risiken einer geplanten Grundsteuerreform.