"Allianz für mehr Wohnungsbau" ruft zur Modernisierungsoffensive auf

Im Februar 2018 schlossen die wohnungswirtschaftlichen Verbände, der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen, der BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen – Verband der mittelständischen Immobilienwirtschaft, Haus & Grund Nordrhein-Westfalen sowie das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung die Allianz für mehr Wohnungsbau. Im Fokus der Allianz steht auch die Modernisierungsoffensive „Besser Wohnen – zu Hause im Quartier“. Sie richtet sich insbesondere an Wohnungsunternehmen, die ihre Quartiere und Siedlungen mit Mitteln der Wohnraumförderung als Orte des täglichen Lebens erneuern und zukunftsfähig machen sollen. Die Projekte sollen als Beispiel dafür dienen, wie breit angelegte Investitionen in den Wohnungsbestand eine nachhaltige Aufwärtsspirale in Quartieren und Stadtteilen in Gang setzen. Jetzt ruft das Ministerium gemeinsam mit den Partnern zur Teilnahme auf.

Der Aufruf richtet sich an Vermieter und Wohnungsunternehmen, die mit der Unterstützung der Landesregierung ihre Wohnungsbestände umfassend weiterentwickeln wollen. Ziel des Projektaufrufs ist es, durch umfassende Modernisierungen und ergänzenden Neubau mit Mitteln der Wohnraumförderung des Landes lebenswerte und bezahlbare Wohnsiedlungen zu schaffen und dadurch das Heimatgefühl vor Ort zu stärken.

100-100-20-20 lautet die Förderdevise für die Modernisierungsoffensive "Besser Wohnen - zu Hause im Quartier": 100 Prozent Finanzierung der Modernisierungskosten - bis zu 100.000 Euro Darlehen pro Wohnung. Der Tilgungsnachlass auf das Förderdarlehen beträgt landesweit einheitlich 20 Prozent - die Dauer der Sozialbindungen in den geförderten Wohnungen ist 20 Jahre. Für den Projektaufruf stehen pro Jahr 70 Millionen Euro zur Verfügung, die vor allem für ´Besser Wohnen - Zu Hause im Quartier´ eingesetzt werden.

Bis zum 30. September 2018 werden Projekte der Bestandserneuerung von zusammenhängenden Wohnsiedlungen und Wohnquartieren in ländlichen und städtischen Räumen gesucht.

Die Förderung umfasst 100 Prozent Finanzierung der Modernisierungskosten - bis zu 100.000 Euro Darlehen pro Wohnung. Der Tilgungsnachlass auf das Förderdarlehen beträgt landesweit einheitlich 20 Prozent, die Dauer der Sozialbindungen in den geförderten Wohnungen 20 Jahre.

Die geplanten Investitionen sollen bezahlbare und bedarfsgerechte Wohnangebote erhalten und die folgenden Qualitätsstandards berücksichtigen:

  • Verbesserung der Energieeffizienz, auch mit gebäudeübergreifenden Lösungen, um den CO2-Ausstoss und die Wohnnebenkosten zu senken, 
  • der bewohnerorientierte Abbau von baulichen Barrieren im Gebäude und auf dem Grundstück, - die Gestaltung eines attraktiven, grünen und sicheren Wohnumfelds, 
  • die Etablierung oder Weiterentwicklung der wohnortnahen sozialen Infrastruktur, ggf. in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern, z.B. für Dienstleistungen im Alter und im Übergang zur Pflege,
  • die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung, insbesondere durch Stärkung von Angeboten der Nahmobilität, z.B. durch barrierefreie und wetterfeste Fahrradstellplätze sowie zur Förderung der Elektromobilität.

Ein weiterer Fokus des Aufrufs liegt auf begleitenden Investitionen, die identitätsstiftend wirken und den sozialen Zusammenhalt sowie das Heimatgefühl im Wohnquartier dauerhaft stärken.

Bewerbungen zur Teilnahme können mit aussagekräftiger Projekt- und Investitionsübersicht bis zum 30. September 2018 per E-Mail an rita.toelle@mhkbg.nrw.de gesendet werden. Weitere Informationen zur Bewerbung bei Bedarf unter 0211 8618-5535.

Hier geht es zum Projektaufruf.