
Verband der Wohnungs- und Immobilien-
wirtschaft Rheinland Westfalen e.V.
Im Arbeitskreis vorgestellt Projekte
Nachbarschaftliches Wohnen bei der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG, vorgestellt in der Sitzung am 9. August 2007 in Lünen
(Protokoll)
Bei der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG wird bei der Planung und Umsetzung nachbarschaftlicher Wohnprojekte die intensive Einbeziehung der künftigen Bewohner in frühen Planungsstadien groß geschrieben. Diese Form der Mieter- bzw. Mitgliedermitbestimmung ist aufwendig, die Erfahrungen der im Arbeitskreis WohnLeben für ältere Menschen vertretenen Unternehmen mit derartigen Verfahren sind jedoch durchweg positiv. Die Akzeptanz der Angebote wird durch die Berücksichtigung der individuellen Bedarfe der „Kunden“ erhöht.
Präsentation von Rainer Heubrock, Vorstandsmitglied der WBG Lünen eG
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Haus am Bagno, Projekt der Kommunalen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH (KSG), Lüdinghausen, vorgestellt in der Sitzung am 24. August 2005 in Nottuln
(Protokoll)
Das Haus am Bagno wurde 1996 und 1997 im Rahmen einer Verbundkonzeption in den Jahren errichtetet. Es umfasst 52 heimverbundene teils öffentlich geförderte und teils frei finanzierte Wohneinheiten. Direkt nebenan hält das St.-Elisabeth-Stift Nottuln verschiedene Pflegeleistungen bereit, um den unterschiedlichen Bedarfen der Bewohner Rechnung zu tragen (Tages-, Kurzzeit- und stationäre Pflegeplätze). Die Stiftung verantwortet auf Generalmietvertragsbasis die Vermarktung der frei finanzierten Wohnungen. Eine geringe Betreuungspauschale deckt den 24 h-Notrufdienst, eine regelmäßige Betreuung bzw. Beratung (Sprechzeiten) sowie die bevorzugte Aufnahme in eine der dem Verbund angehörigen Pflegestationen ab. Das Betreuungskonzept ist folglich dem niederschwelligen Bereich zuzurechnen. Die Zusammenarbeit im Verbundsystem und die engen Kontakte zwischen der Bewohnerschaft der Einrichtungen werden ebenso positiv bewertet wie die inzwischen stabilen nachbarschaftlichen Hilfestrukturen.
Bilder vom
"Haus am Bagno" in Nottuln
Nachbarschaftszentrum Meinolfstraße, Projekt der Baugenossenschaft Freie Scholle eG, Bielefeld, vorgestellt in der Sitzung am 27. Januar 2005 in Bielefeld
(Protokoll)
Die Genossenschaft hat auf der Basis einer 1987 durchgeführten Haushaltsstrukturanalyse eine Altenberatung bzw. –betreuung konzipiert. Im Jahr 1990 wurde der Verein Freie Scholle Nachbarschaftshilfe e. V. mit dem Ziel gegründet, die nachbarschaftlichen Hilfestrukturen durch eine generationsübergreifende Gemeinwesenarbeit zu stärken. Im Nachbarschaftszentrum Meinolfstraße wurden neben barrierefreien Wohnungen auch soziale, medizinische und gewerbliche Dienstleistungsangebote geschaffen. Im ersten Bauabschnitt (1994) entstanden 29 barrierefreie Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 55 und 80 m² (alle frei finanziert). Die Freie Scholle kooperiert u. a. mit der Arbeiterwohlfahrt, die im Nachbarschaftszentrum eine Caféteria und das Aktivitätenzentrum betreibt. Weitere Kooperationen bestehen mit der Diakoniestation des Evangelischen Gemeindedienstes und mit dem Amt für Soziale Dienste der Stadt Bielefeld. Im zweiten Bauabschnitt entstanden 63 weitere Wohnungen sowie zwei betreute Gruppenwohnungen. Genossenschaft und Verein beschäftigen derzeit vier Sozialarbeiter, mehrere Nachbarschaftshelfer sowie fünf Zivildienstleistende.
Bilder vom
Nachbarschaftszentrum Meinolfstraße in Bielefeld
Seniorenwohnanlage "Straße des Bohrhammers" des Wohnungsvereins Herne eG, vorgestellt bei der Sitzung am 1. Juli 2004 in Herne
(Protokoll)
Die im Jahr 2000 bezugsfertig gewordene Anlage umfasst 36 teils frei finanzierte, teils öffentlich geförderte Wohneinheiten. Die (hausmeisterliche) Betreuung der Anlage bzw. der Bewohner, etwa durch die Organisation von gemeinsamen Aktivitäten wie Spielnachmittagen und Ausflügen, übernimmt ein Ehepaar, das ebenfalls in der Anlage wohnt. Die Bewohnergemeinschaft übernimmt „im Gegenzug“ deren Miete, so dass durch diese organisatorische Lösung auf die Erhebung einer Grundpauschale verzichtet werden kann. Der Wohnungsverein Herne eG hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verein „Familien- und Krankenpflege e. V.“ geschlossen, auf deren Basis die Bewohner nach Bedarf individuelle Verträge abschließen. Die Anlage ist, u. a. wegen ihrer Lage, der attraktiven Wohnumfeldgestaltung und der guten Kontakte innerhalb der engagierten Hausgemeinschaft, sehr beliebt.
Bilder von der Seniorenwohnanlage
"Straße des Bohrhammers" in Herne
"Wohnen mit Service" in Essen-Werden, GEWOBAU Wohnungsgenossenschaft Essen eG, vorgestellt in der Sitzung am 30. März 2004 in Essen
(Protokoll)
Die in den Jahren 2000 und 2001 errichtete Anlage umfasst 42 Wohneinheiten, 2- oder 3-Raum-Wohnungen mit Größen von 59 bis 104 m² Wohnfläche, zuzüglich einer Besucherwohnung.
Die Abwicklung der Serviceangebote obliegt einer kirchlichen Stiftung aus dem Stadtteil. Durch Entrichtung einer Servicepauschale „kaufen“ die Bewohner bestimmte Beratungs-, Vermittlungs- und Betreuungsleistungen ein. Das Hausnotrufsystem, an das jede Wohnung angeschlossen ist, wird von der Genossenschaft selbst betrieben. Die attraktiv gelegene und über eine hohe Ausstattungsqualität verfügende Anlage erfreut sich großer Beliebtheit. Sie ist – dem Standort gemäß – dem mittleren bis höheren Preissegment zuzurechnen.
Bilder vom
"Wohnen mit Service" in Essen-Werden
Wohndorf Laar, GEWOGE Duisburg Ruhrort eG, vorgestellt bei der Sitzung am 20. November 2003 in Duisburg
(Protokoll)
Mit diesem Angebot will die Genossenschaft, die das Wohndorf seinerzeit frei finanziert hat (Investitionskosten rd. 35,5 Millionen DM), die Vorteile privater Wohnformen (Unabhängigkeit und Selbstständigkeit bis ins hohe Alter) mit denen institutioneller Wohnformen (Sicherheit durch das Vorhalten bestimmter Hilfe- und Betreuungsleistungen) verbinden. Der diesbezügliche Kooperationspartner ist die AWO, mit der jeder Bewohner der Anlage einen eigenen Servicevertrag abschließen muss. Das unmittelbar am Rhein im Stadtteil Duisburg-Laar gelegene Wohndorf besteht aus mehreren Einzelgebäuden und einem Dorfhaus mit Pflegeheim, Gemeinschaftseinrichtungen sowie gewerblichen Einheiten (Kiosk, Café etc.).
Bilder vom
Wohndorf Laar, Duisburg
