Erster Auftritt auf DEUBAU

NRW-Bauminister zu Gast bei BSI NRW auf der DEUBAU

 

bsi

Der erste Auftritt des NRW-Ablegers der Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI NRW) auf der Messe DEUBAU war aus Sicht des VdW Rheinland Westfalen ein Erfolg. Politisch gab es hohen Besuch: NRW-Bauminister Harry K. Voigtsberger war am 11. Januar 2012 zu Gast in der Lounge, die das Herzstück des Innovationsfocus Wohnungswirtschaft auf der DEUBAU in Essen bildet.

Auf dem Stand traf Voigtsberger nicht nur die Verbandsspitzen von VdW Rheinland Westfalen, BFW-Landesverband NRW und IVD West, die gemeinsam die BSI NRW bilden, sondern kam auch ins Gespräch mit vielen Unternehmern aus der nordrhein-westfälischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Voigtsberger war einer von mehreren politisch hochrangigen Besuchern des Standes: Bereits am ersten Messetag hatte Jan Mücke, Staatssekretär der Bundesbauministeriums, der BSI NRW die Ehre gegeben; am Freitag folgt Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär des NRW-Bauministeriums. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, ist hocherfreut über die Präsenz der Politik auf dem BSI-NRW-Stand: "Die Besuche und der intensive Messedialog mit den Mitgliedsunternehmen des Verbands zeigt, dass die Politik die Leistungen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Nordrhein-Westfalen positiv wahrnimmt."

Bei der Eröffnung der Messe hatte Bundesstaatssekretär Jan Mücke zentrale Punkte angesprochen, die die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft betreffen: die geplante Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) etwa oder die Förderung energetischer Sanierungen. Mit Blick auf die Novellierung der EnEV in diesem Jahr sagte Mücke: "Seit der letzten weitreichenden Verschärfung der EnEV sind gerade einmal zwei Jahre verstrichen. Die Spielräume für eine Verschärfung sind begrenzt." Er fügte allerdings auch hinzu: "Anhand von Wirtschaftlichkeitsgutachten verschaffen wir uns ein genaueres Bild der Verschärfungsspielräume." Das Bundesbauministerium verstehe sich als Hüter des Grundbedürfnisses Wohnen; Wohnen müsse für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbar bleiben.

Kritisch äußerte er sich zu dem Vorhaben der Europäischen Union, einen Sanierungszwang für Gebäude der öffentlichen Hand durchzusetzen. Das Ministerium setze sich dafür ein, die Kommunen nicht zu überfordern. "Auch im Europäischen Rat stößt der Kommissionsvorschlag auf breite Kritik", sagte Mücke. Der Bundesstaatssekretär hob die Bedeutung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms hervor, dass Eigentümer dazu motiviere, über die gesetzlichen Forderungen der Energieeffizienz hinauszugehen. "Das ist sehr wichtig, denn angesichts von Sanierungszyklen von etwa 25-30 Jahren gibt es wohl bis 2050 in der Regel nur eine einzige Chance zur Verbesserung der Energieeffizienz. Diese muss so gut es geht genutzt werden."